Steht die Zukunft schon fest?

 



In dieser tollen Atmosphäre schreibe ich gestern Abend Tagebuch. 

Ein wunderschönes, ruhiges Lokal in meiner Nachbarschaft, in dem "Connection" groß geschrieben wird, so erzählt mir gestern eine der beiden Besitzerinnen. Es ist mein vierter Besuch dort und ich freue mich riesig, dass sie mich nach dem Zahlen noch fragt, woher ich komme, denn auch ich möchte ein wenig mehr über sie und das Lokal erfahren. Sie erzählt mir mit leuchtenden Augen, wie es zu diesem Lokal gekommen und was ihr und ihrer Geschäftspartnerin daran wichtig ist. Ich erzähle ihr, wie ich diesen Ort "gefunden" habe und dass ich genau das, was die beiden sich für dieses Lokal wünschen, seit dem ersten Hereinkommen gespürt habe.

Das auf dem Teller ist übrigens Orangenkuchen - warm, mit frischen Heidelbeeren und in Pistazien gewälzten Pfirsichspalten. 
So geil!

Auf der schönen Kommode vor mir liegen Tarot Karten. Ein wunderschönes, farbenfrohes Kartenspiel wurde dort ausgebreitet und es lädt ein, eine Karte zu ziehen. Daneben ein kleines Büchlein, in dem man die Bedeutung der jeweiligen Karte nachlesen kann. Ich stehe auf, um mir die Karten anzuschauen und erinnere mich sofort an ein Gespräch mit einer lieben Freundin, von der ich erst vor ein paar Monaten erfahren habe, dass sie das Tarot Lesen beherrscht. Kurz überlege ich, ob ich sie vielleicht anrufen und sie bitten soll, mir meine Zukunft vorauszusagen. Es gibt da schließlich ein großes brennendes Thema, von dem ich zu gern wissen wollen würde, wie es sich entwickelt. Verlockend, sehr verlockend.   
Doch dieser Wunsch hält genau zwei Minuten an. Nämlich genau so lange, wie ich mir vorstelle, dass sie mir tatsächlich sagen könnte, was in den nächsten zwanzig, dreißig Jahren passiert oder wie dieses besagte Thema "ausgehen" würde. Gar nicht verlocken, sondern schrecklich! 
Ich setze mich wieder hin und reflektiere darüber in meinem Tagebuch.
Wenn ich ganz ehrlich zu mir selber bin, dann will ich die Zukunft gar nicht wissen. Ich möchte keine Ahnung davon haben, was noch alles auf mich zukommt oder wie sich die Dinge entwickeln werden. Wäre dieses Wissen oder zumindest eine Ahnung nicht gleichzeitig auch eine Manipulation der Zukunft?
Wenn mir heute jemand sagen würde, dass in zwanzig Jahren dies oder jenes geschehen wird, würde ich dann nicht zwangsläufig mein Leben ändern, es darauf oder dagegen ausrichten? Und was passiert dann?

Dazu fällt mir sofort das beste Beispiel ein:
Vor Jahren, als ich noch in Österreich lebte, hatte ich eine Kollegin, die tatsächlich ein Medium für diese Dinge war. Damals war ich jemand, der nur das glaubte, was er greifen und logisch erklären konnte. An Übersinnliches glaubte ich nicht. Doch es kommt alles zu einem, was zu einem kommen soll ... 
Als sie mit ihrem Partner einmal auf Urlaub nach Kenia flog, bot ich ihr an, ihre Katze zu versorgen. Dafür revanchierte sie sich unter anderem mit einer "Session". Sie legte mir die Karten und machte irgendetwas mit Münzen. Dabei erzählte sie mir Dinge über mich, die sie gar nicht wissen konnte. Dinge, die zum damaligen Zeitpunkt in meinem Leben passierten, über die ich aber noch mit niemanden gesprochen hatte. Sie gab mir Antworten auf Fragen, die ich mir schon seit langer Zeit stellte. Außerdem gewährte sie mir Einblick in frühere Leben. Kurze Andeutungen, wer ich wahrscheinlich einmal war. Die Frage, ob ich das glaubte oder nicht, stellte sich damals gar nicht für mich, denn es jagten elektrische Schauer meine Wirbelsäule hoch und runter und ich war wie geflasht.
Der Zweifler in mir musste seinen Horizont erweitern.
Und das war gut so, denn so konnte ich meinen Blick nicht mehr vom Übersinnlichen abwenden, was immer das Übersinnliche auch bedeuten mochte. Wenn ich mich jetzt mit den wichtigen Fragen des Lebens beschäftigte, fand ich plötzlich komplett neue Ansätze und somit viel bessere Antworten. Nämlich in dem, was ich erahnte. In dem, was ich plötzlich zu fühlen begann. Da gibt es noch so viel Größeres, von dem wir nichts wissen. Ironischerweise hatte ich mir bis dahin selbst widersprochen: ich glaubte eigentlich an nichts, was ich nicht sehen, angreifen, logisch erklären konnte, und doch war ich mir sicher, dass da "Etwas" auf mich aufpasste und dass meine verstorbenen Eltern mir manchmal ganz nah waren. Doch selbst dieser Widerspruch war mir damals nicht bewusst gewesen. Dafür musste ich erst meinen geistigen Horizont erweitern und für diesen Anstupser bin ich meiner Ex-Kollegin noch heute sehr dankbar.
Wenig später, ich hatte wohl Blut geleckt, rief ich beim Standesamt an und erfragte meine genaue Geburtsminute. Meine Kollegin, das Medium, wollte nämlich die Astrologie befragen und für mich in die Sterne schauen. 
Ich erinnere mich noch genau an den Beginn des Gesprächs:
Sie: "Also, du bist Löwe, mit Aszendent Schütze und einer Wassermann-Seele. Kurz gesagt, ein verrücktes Huhn!"
Ich: "Kannst du mir etwas erzählen, das ich noch NICHT weiß? Dafür brauch ich die Astrologie bestimmt nicht!"
Ein wenig später wurde ich aber wieder ernst. Meine brennendste Frage damals lautete: Wann werde ich Österreich verlassen?" 
Sie befragte die Sterne.
Und schüttelte den Kopf.
"Es tut mir leid, aber ich sehe überhaupt nicht, dass du Österreich jemals verlassen wirst."

Mit einem warmen Lächeln erinnere ich mich gestern an diese Begebenheit. Diese Antwort war damals ein großer Schock für mich. Ich fragte sie nach dem Ausgang meines brennendsten Herzenswunsch und sie teilte mir mit, dass der niemals in Erfüllung gehen würde.
Und jetzt lebe ich schon seit fast 11 Jahren in Malta. 
Das heißt aber nicht, dass ich ihr deshalb ihre Fähigkeiten absprechen möchte! Ganz im Gegenteil. Ich weiß von anderen Menschen, wie sehr sie meist den Nagel mitten auf den Kopf getroffen hat. Und das hat sie auch ganz bestimmt bei mir - damals. Denn damals war ich ein völlig anderer Mensch. Es wundert mich heute überhaupt nicht mehr, dass sie meine Auswanderung damals noch nicht in meinen Sternen sehen konnte. Vielleicht habe ich ja genau mit diese Hiobsbotschaft begonnen, mein Leben endlich so auszurichten, damit mein Herzenswunsch in Erfüllung gehen kann.

Und genau das ist der Grund, warum mir niemand meine Zukunft voraussagen soll. Was viel wichtiger ist:
Gestern Abend schaue ich mir diese Tarot Karten an. Sie sind Auslöser dafür, dass ich dieses Thema in meinem Tagebuch aufgreife und darüber reflektiere. Heute Vormittag setze ich mich hin, um einen Blog zu schreiben. Doch das Thema, über das ich eigentlich schreiben möchte, fühlt sich viel zu sperrig an. Ich schaffe es einfach nicht in den Schreibfluss zu kommen. Also öffne ich stattdessen YouTube, um nachzuschauen, ob ich mich von einem der Videos ein wenig inspirieren und von meiner Schreibblockade kurzfristig ablenken lassen kann. 
Einer meiner Mentoren hat vor drei Stunden ein neues Video veröffentlicht. Der Titel lautet: "Steht die Zukunft schon fest?"

DAS sind die wichtigen Dinge im Leben! 
Das sind die Dinge, die mir immer noch die Sicherungen durchbrennen lassen, obwohl ich es mittlerweile besser wissen müsste. Ich weiß schließlich, warum diese Dinge passieren. Ich habe es verstanden. Und trotzdem staune ich noch immer jedes einzelne Mal, wenn diese Synchronitäten geschehen.
Das Schöne daran ist, dass diese neue Klarheit, die seit letztem Jahr so krass auf mich einwirkt, mir den Überblick über den Sinn meiner Reflektion und dem gleichzeitigen Auftauchen des selben Themas an anderer Stelle sehr deutlich gibt. 

Mein Fazit daraus ist wieder einmal: 
Man kann die Zukunft gar nicht voraussagen, weil wir sie in jeder Sekunde, mit jedem Gedanken und mit jeder einzelnen Entscheidung umgestalten können. Dazu besitzen wir einen Freien Willen, der uns schalten und walten lässt, wie wir wollen. Ja, es gibt auch äußere Einflüsse, die dazu beitragen. Es gibt zudem das kollektive Entscheiden der Menschheit, die unsere Zukunft zwangsläufig mitentscheidet, weil wir nun einmal Teil der Menschheit sind. Und es gibt natürlich und vor all dem unseren Seelenplan, nach dem die Voraussetzungen für dieses Leben erschaffen wurden und der unserer Antrieb für dieses Leben ist.
Dennoch haben wir den Freien Willen mitbekommen, um trotz all diesen Komponenten den Fortgang unseres Lebensweg in jeder Sekunde selbst bestimmen zu können. 
Die äußeren Umstände können wir nicht verändern. Aber wir können immer selbst entscheiden, wie wir persönlich damit umgehen und was wir daraus machen.
Das kollektive Entscheiden der Menschheit können wir mitbestimmen, wir haben es aber nicht alleinig in der Hand. Doch auch hier können wir immer selbst bestimmen, ob und wie stark wir diesem Kollektiv folgen. Wir können uns auch komplett für eine andere Richtung entscheiden. Und somit dann letztendlich das Kollektiv wieder mitzubestimmen. 
Unser Seelenplan stand schon fest bevor wir in dieses Leben kamen. Meiner Meinung nach haben wir diesen Plan sogar selbst aufgestellt oder wir durften zumindest mitbestimmen, was wir in diesem Leben erreichen möchten. Aber auch dabei greift unser Freie Wille. Ich entscheide ganz alleine, ob ich diesen Seelenplan einhalte oder ob ich davon abweiche, vielleicht sogar dagegen arbeite. Bewusst, weil ich es mir in den Kopf gesetzt habe, oder unbewusst, weil ich gar nichts von dem Seelenplan weiß und auch nicht merke, dass ich immer dann von diesem abkomme, wenn ich an einer Richtung festhalte, auch wenn es schwierig und kompliziert wird. Es spielt keine Rolle, ob ich am Lebensende meinen Lebensplan erfüllt habe oder nicht. Was soll schon großartig passieren? Na, dann durchlebe ich halt das Ganze noch einmal. Ganz einfach. Irgendwann werde ich schon draufkommen, was mich voranbringt. 

Es ist allerdings kein Zufall, dass dieses Thema gerade jetzt so synchronisiert bei mir auftaucht. 

Seit letztem Jahr richte ich mich wieder einmal ganz neu aus. Deutlicher denn je ist gerade zu spüren, wie sehr ich mich und somit auch mein Leben sich gerade ändert. Die neue Energie der Erwachen- und Aufstiegsphase bringt so viel Klarheit mit sich. Ich könnte es wieder mit den Worten der Fachmenschen erklären, doch ich möchte hier ja meine eigene, meine persönliche Geschichte erzählen. Die Erklärungen der Fachmenschen tragen für mich dazu bei, Dinge besser zu verstehen. Ich brauche diese Erklärungen aber nicht, um zu wissen, was ich in mir spüre.
Die Veränderung beginnt im Dezember 2022. Das Jahresende ist ein so untypisches Jahresende, wie ich es noch nie erlebt habe. Etwas Neues steht plötzlich im Raum. Dieses Mal ist es kein freudiges Hoffen auf ein tolles neues Jahr, kein Roulette Spiel, was vielleicht, möglicherweise Tolles passieren könnte, sondern das sichere Wissen und die klare Sicht auf ein ganz spezielles Jahr. Ich versuche zu verstehen, was mir aber nicht gelingt, also beobachte und genieße ich. 
Meine Empfindungen decken sich mit den Prophezeiungen der Fachmenschen: 2023 ist das Jahr der Planung. 2024 ist das Jahr der Umsetzung. 
Ob ich es will oder nicht, verändert sich mein ganzes Leben. Manchmal ist es tatsächlich so, dass ich mir in einer Situation oder bei einem Gespräch selbst zuschaue und ich total erstaunt bin, weil ich die Person, die ich dabei sehe, gar nicht kenne. Es ist die Person, die ich gerne sein möchte, souverän, selbst bestimmt, klar und deutlich das kommunizierend, was sie sagen möchte, ruhig und besonnen bleibend, in Situationen, in denen ich früher ausgezuckt wäre. Irgendwann geht mir ein Licht auf und ein warmes Gefühl der Freude durchflutet mich: Das bist du. Das ist dein authentisches Ich. Die Person, die du nicht nur sein willst, sondern die du auch sein sollst! Wenn du diese Person nicht kennst, dann schau zu, dass du sie ganz schnell kennenlernst! 
Mit diesem neuen Selbstbewusstsein wächst auch die Sicherheit, mit der ich ab sofort die Dinge betrachte. Ich traue mir plötzlich zu, Gedankengänge weiter zu verfolgen, die ich früher als utopisch, irrational oder verrückt abgetan hätte. Und daraus entsteht eine völlig neue Sichtweise auf das Leben und meine Lebensreise.
Es gibt so viel mehr, als wir eigentlich wissen!
Wir sehen nur einen ganz kleinen Ausschnitt von dem, was wirklich ist. Meist sind wir total festgefahren in der Auslegung verschiedener Ereignisse. Weil uns die Vernunft eines Besseren belehrt. Weil uns Eltern, Lehrer, die Gesellschaft einen Riegel vorschieben, wenn wir über den Rand des Suppentellers hinausschauen. Weil unser Verstand nur einen gewissen Teil erfassen und verstehen kann. 

Ich kann plötzlich nicht mehr anders, als meinen Horizont zu erweitern. Da ist plötzlich so viel, was zu mir vordringen möchte. So viel klopft plötzlich an. Und je mehr ich verstehe, desto neugieriger werde ich. Nichts muss ich mir mehr schwer erarbeiten, ich muss nur noch hin-schauen und hin-fühlen. Die Knoten platzen früher oder später von ganz alleine. Ein Aha-Erlebnis nach dem anderen stellt sich ein. Im Staunen über das, was gerade abgeht, kommt gleichzeitig die Erklärung warum es abgeht. Aus der Ahnung, was der Sinn des Lebens sein könnte, wird plötzlich Gewissheit.
Die Zusammenhänge und die "Spielregeln" werden immer sichtbarer.
Und damit zurück zum heutigen Thema:

Die Neugier und die Ungewissheit zum Thema Zukunft sind wohl ein ganz wichtiger Antrieb für das, was in meinem Leben jetzt oder demnächst ansteht. Diese Impulse und die Überlegungen sind wichtige Faktoren, um mich in die richtige Richtung zu begeben. Wenn ich mir selbst bestimmte Fragen stelle, werde ich aufmerksam für die Antworten, die mir das Universum über verschiedene Kanäle schickt. Natürlich klicke ich ein YouTube Video mit dem Titel "Steht die Zukunft schon fest?" an, wenn ich seit dem Vorabend über das Voraussagen der Zukunft nachdenke. Ob mir das Video geholfen hat? Nicht vom Inhalt her, nein. Aber die Tatsache, dass es genau heute auf meinem Radar erscheint, ist so viel wertvoller. Denn das ist wieder einmal ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Dinge in Vorbereitung sind. Nicht umsonst stolpere ich gestern über diese Tarot Karten und nicht umsonst sinniere ich über dieses Thema nach. 
Offensichtlich soll ich am Ball bleiben. 
Offensichtlich soll ich vor Neugier auf die Zukunft fast platzen, weil ich insgeheim schon spüre, da kommt etwas Großes.  
Offensichtlich soll ich gleichzeitig auch spüren, dass die Dinge in Vorbereitung sind. Ich soll spüren, dass genau das eintreten kann, was ich mir so sehnsüchtig wünsche. Und zwar in absehbarer Zeit. Vielleicht schon hinter der nächste Weggabelung ...

Was will ich eigentlich damit sagen?
Ich habe begriffen, dass sich die tatsächliche Absicht nicht immer sofort zeigt. Wenn etwas wichtig erscheint, dann hat das einen Grund. Immer. Welcher Grund das ist, muss sich für uns nicht immer sofort erschließen. Wir brauchen keine klare Antworten. Wir brauchen offene Fragen! Denn die Neugier ist unser Antriebsmotor.

Früher haben mich die vielen offenen Fragen in meinem Kopf wahnsinnig gemacht. Bis ich dazu eine Botschaft von den Ureinwohnern Amerikas erhalten habe. Denn die sagen:

"Auf jede deiner Fragen erhältst du eine Antwort. Und zwar genau dann, wenn der richtige Moment für die Antwort gekommen ist.
Viele Fragen werden dir sofort beantwortet.
Manche Fragen werden dir erst nach ein paar Wochen beantwortet.
Andere Fragen werden dir erst nach vielen Jahren beantwortet.
Und einige Fragen werden dir nie beantwortet - weil die Antwort nicht wichtig ist für dich."

Wichtiger als die Antworten sind die Fragen, die ich mir stelle.
Wichtiger als das Wissen, was die Zukunft bringt, ist die Vorahnung auf das Tolle, was die Zukunft bringen wird. 
Wichtig ist das Wissen, dass die Zukunft in meiner Hand liegt.
Und am aller Wichtigsten ist das Wissen, dass das, was geschehen soll, auf ganz andere Art und Weise eintreten kann, als ich mir das in diesem Moment noch vorstellen kann.  
Deshalb: hinschauen, hinfühlen, offen sein, für alles, was kommt, neugierig bleiben, auf sein Herz hören.  

Vielen Dank!

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