"An was soll ich denn glauben, als an das, was ich spür´?"
Samstag Abend. Ich mache es mir auf dem Sofa bequem. Draußen pfeift der Sturm. Hier in Malta noch bei sommerlichen Temperaturen, aus Österreich erreichen mich bereits die ersten Schneebilder.
Das Wetter spielt verrückt. Genau so, wie es die Fachmenschen vorausgesagt haben.
Die Prognosen der Fachmenschen helfen mir gerade ungemein.
Seit Wochen tobt auch in mir ein Sturm. Allerdings nicht so gewaltig wie über Europa, sondern eher ein stilles Aufgewühlt Sein. Man kann eigentlich sagen, dass mehrere Stürme in mir toben. Da gibt es auf der einen Seite diese Ohnmacht, eine Lustlosigkeit, manchmal sogar Hoffnungslosigkeit. Auf der anderen Seite spüre ich aber auch einen neuen Antrieb in mir, weil die Botschaften und Zeichen immer klarer werden und ich damit jetzt viel mehr anfangen kann. Das Thema "Loslassen" wird immer dringlicher und über all dem steht eine große Neugier auf das, was da gerade am Werk ist, auf das, was die Zukunft bringen wird.
Früher musste ich ganz alleine gegen diese inneren Stürme angehen. Wenn ich Glück hatte, fand ich irgendwo in einem Buch, in einem Artikel oder in einem Film Erklärungen, die mir weiterhalfen, das zu verstehen, was ich da in mir spürte oder fühlte. Die Energetik lieferte mir wertvolle Denkansätze. Viele Antworten fand ich bei den Ureinwohnern Amerikas oder anderen Naturvölker. Manchmal war es einfach nur ein Film, den mir ein Bekannter empfohlen hatte, der mir den notwendigen Impuls lieferte, der mir mit meinen eigenen Themen weiterhalf. Auch in tiefgründigen Gesprächen mit den richtigen Menschen gelang es mir häufig, neue Denkansätze zu finden.
Doch meist waren es diese vielen offenen Fragen, die immer wieder in mir selbst auftauchten, bis ich dafür eine passende Antwort gefunden hatte.
Heute ist das viel einfacher geworden.
Ich brauche eigentlich nur auf YouTube durch die Vorschläge zu scrollen, die anhand meines Suchverhaltens auf der Startseite angezeigt werden. Wenn ich dabei nicht einen Titel lese, der ganz eindeutig auf ein Thema hindeutet, das ziemlich genau zu dem passt, mit dem ich mich gerade befasse, dann zieht mich ein Video magisch an und ich kann gar nicht anders als drauf zu klicken.
Das Gleiche passiert auch in den sozialen Medien. Wie von Geisterhand erscheinen dort Posts und Zitate, die haarscharf zu den Themen passen, die auch mich gerade beschäftigen.
Ich weiß, die Logiker erklären mir das mit Künstlicher Intelligenz und Algorithmus. Doch manchmal passiert das auch, wenn ich über etwas nachdenke ohne es in irgend einer Form nach außen gebracht zu haben.
Die Erklärung dafür ist für mich, der Hochsensitiven Person, ganz einfach:
Alles ist Energie. Alles ist miteinander verbunden. Es gibt keine Zufälle. Alles Wichtige erreicht uns dann, wenn wir es brauchen.
Mit diesen Erklärungen stehe ich heute zum Glück nicht mehr alleine da. Oder besser gesagt, man kann sich heute viel leichter mit denjenigen vernetzen, die diese Erklärungen professionell und in ihrem eigenen Fachbereich zur Verfügung stellen - die von mir als "Fachmenschen" benannten Mentoren.
Es ist eine großartige Sache, dass diese Fachmenschen endlich ihre Plattform bekommen und, dank dem Internet, ihre Erklärungen für die Öffentlichkeit leichter zugängig werden. Noch vor ein paar Jahren musste man ziemllich genau wissen wonach man sucht, um die passenden Erklärungen auch zu finden. Was damals auch völlig okay war. Denn meiner Meinung nach findet man die Antwort für einen selbst ohnehin ausschließlich in sich selbst.
Daran hat sich nichts geändert. Ganz im Gegenteil: die Selbstverantwortung wird immer größer. Mehr denn jemals zuvor ist es gerade jetzt unheimlich wichtig, seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Gangart zu finden.
Warum ist das gerade jetzt so wichtig?
Weil sich in den nächsten Jahren sehr viel verändern wird hier auf der Erde.
Für mich als Hochsensitiven Menschen dienen die Erklärungen der Fachmenschen hauptsächlich als Bestätigung. Es ist so beruhigend, wenn ich mir an einem Thema die Zähne ausbeiße (- im wahrsten Sinne des Wortes, denn wenn ich mich über etwas ärgere, beiße ich ganz fest die Vorderzähne zusammen bis es schmerzt, -) und ich dann ein Video auf YouTube anschaue, in dem mir genau dieses Thema erklärt wird. Weil es eben nicht nur mich betrifft, sondern es um universelle Themen geht, die gerade gelöst werden müssen.
Mein ganzes Leben habe ich das, was ich in mir gespürt habe, in Frage gestellt. Weil mir die Gesellschaft aufgezeigt hat, dass ich so anders bin als die Norm. Es hat mich unheimlich viel Kraft und Energie gekostet, an meinen Überzeugungen festzuhalten. Denn meist schwamm ich damit komplett gegen den Strom. Heute weiß ich, dass ich auf meine Empfindungen, meine Gefühle und auf meine Innere Stimme hören darf. IMMER.
Weil das, was man in sich spürt, die einzige Wahrheit ist.
Es gibt eine wunderschöne Textzeile eines alten Liedes, das einer meiner Lieblingsmenschen vor kurzdem neu aufgenommen hat:
"An was soll ich denn glauben, als an das, was ich spür´?"
Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Auch er passt so hervorragend in die aktuelle Zeit!
Es wird immer wichtiger, seinen Verstand zurückzuschrauben und auf sein Bauchgefühl zu hören. Warum? Weil der Verstand manipulierbar ist und sehr häufig auch manipuliert wird. Von innen und von außen. Im Außen manipulieren uns die Gesellschaft, die Nachrichten, die Werbung, etc. Im Inneren manipulieren wir uns durch unsere Selbstlügen, die dazu beitragen, dass wir uns kurzfristig in unserer gewohnten Komfortzone wohl genug fühlen, um daraus nicht ausbrechen. Unser Ego mischt da ebenfalls kräftig mit. Das Ego möchte, dass wir an Gewohntem festhalten und uns nicht verändern.
Es ist unser Bauchgefühl, das uns zeigt, ob etwas stimmt oder nicht und wann es Zeit ist etwas zu verändern.
Wir können unser Gefühl für eine Weile unterdrücken und versuchen es zu ignorieren. Lange gelingt das aber nicht. Wenn wir gegen unsere Empfindungen und Gefühle handeln, dann erhalten wir früher oder später auch die Rechnung. Überreicht von unserem Körper und sichtbar in der Qualität unseres Lebens.
Gerade tobt draußen ein gewaltiger Sturm. Die Natur will uns etwas mitteilen. Wir müssen nur genau hinfühlen, um die Botschaften zu verstehen.
Mein innerer Sturm schickt mir ebenfalls Botschaften. Die wichtiges Botschaft lautet:
Die ganze Welt ist im Umbruch. Die Energien werden immer intensiver. Auch wenn es uns in nächster Zeit gewaltig durchschüttelt, brechen wir in ein neues, schöneres Zeitalter der Menschheit auf.
Die Fachmenschen bestätigen mir das.
Und darum nehme ich all das, was da gerade im Außen und im Innen tobt, so gelassen wie möglich an und vertraue auf mein Gefühl.
"An was soll ich denn glauben, als an das, was ich spür´?"
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