Wenn tiefer Schmerz Heilung bedeutet

 



Heute muss ich mir etwas von der Seele schreiben ...

Und weil alles derzeit noch viel intensiver und klarer passiert, als es das jemals zuvor in meinem Leben getan hat, werde ich hier die Gangart ändern. Ab sofort werden meine Blogs noch ehrlicher. Ich werde ab sofort nicht mehr zusammenfassen, was ich aus den Erlebenissen gelernt habe, sondern alles so aufschreiben, wie und warum es passiert ist. Schließlich hoffe ich noch immer darauf andere Suchende mit dem Niederschreiben meiner Erfahrungen zu motivieren genauer hinzzuspüren!

Heute ist MIttwoch, der 4. Januar 2023. Ich sitze an meinem derzeitigen Lieblings-Schreibplatz und seit ein paar Minuten scheint mir die Nachmittagssonne so strahlend mitten ins Gesicht ... ich sehe fast nichts.
Das Universum lässt mich dadurch wissen: "Ich sehe dich. Klar und deutlich. Und ich bin stolz auf dich!"

Diese neue Kombination aus Klarheit und Gelassenheit fühlt sich genial an! Mein Vorsatz, noch authentischer zu werden, zusammen mit meinem bewussten Entschluss, alles loszulassen, was sich nicht gut oder richtig anfühlt, beschert mir gerade einen WOW-Tag nach dem anderen. Ich werde Nachts wach und fühle mich einfach nur am richtigen Ort. Angekommen da wo ich hingehöre und wo ich hinwollte. Ich habe einen AHA-Moment nach dem anderen und sogar die täglichen Notwendigkeiten bereiten mir derzeit große Freude.
Total faszinierend ist jedoch, dass mich Botschaften momentan direkt erreichen. Während ich noch etwas lese, sage, höre oder sehe kann ich schon einschätzen, welche Lektion darin "versteckt" ist oder was ich daraus mitnehmen soll. Was deswegen perfekt ist, weil ich jetzt gar nicht mehr die Zeit habe mich über die "negativen" Sachen zu ärgern oder mich gar zum Handeln hinreißen zu lassen. BOtschaft erkannt, viele Dank! Weitergehen.

Ein Beispiel muss ich hier aufschreiben. Einfach um zu zeigen, was ich mit dieser neuen Klarheit meine. Danach geht es zur eigentlichen Sache. Versprochen. 
Die Tage erhielt ich Neujahrswünsche von einer ganz lieben Person:
"... dass alle deine Wünsche in Erfüllung gehen und du die Kraft und Geduld hast, die Widerstände, die sich dir in den Weg zu stellen drohen, zu umgehen oder ignorieren."
Ich freute mich unheimlich über die Mühe, die sich diese Person gemacht hatte! Nicht "Glück und Gesundheit", sondern das was sie mir wirklich wünscht.
Im nächsten Moment wurde mir allerdings auch noch folgendes klar:
Es gibt keinen konkreten Wunsch (mehr), der in Erfüllung gehen müsste. Es gibt noch einen großen unerfüllten Herzenswunsch, der aber zu mächtig ist, als das ich mir die Erfüllung überhaupt "aktiv" wünschen würde. Alle anderen Wünsche haben sich bereit erfüllt. Ich lebe das Leben, das ich immer leben wollte. Ich befinde mich auf meiner persönlichen Lebenreise, die ich mir ausgesucht und gewünscht habe. Alles ist gut!
Und das ist noch nicht alles. 
Es gibt da auch noch diese vielen Diamanten, die gar nicht auf meiner Wunschliste standen, mit denen mich das Leben immer wieder einmal überrascht. Einfach so. Um mir den Tag zu versüssen und mir die Freudentränen in die Augen zu treiben.
"Widerstände, die sich mir in den Weg zu stellen drohen, zu umgehen oder ignorieren" ... ?
NEIN! Bitte nicht! Auf keinen Fall umgehen oder ignorieren. Kraft und Geduld, um Widerstände als Chance zu erkennen und daran wachsen dürfen, das möchte ich.
Jeder Widerstand, und das habe ich mittlerweile wirklich gelernt, ist ein wahres Gottesgeschenk. Alles, wirklich alles, was hakt, weh tut, schwierig oder ungemütlich ist, ist unser bester Lehrer. Vielen Dank dafür! 
Dieser Satz, dieser lieb gemeinte Satz, war damit noch so viel mehr als "simple" Neujahrswünsche, So viel mehr, als diese Person sich das überhaupt vorstellen hätte können, als sie es geschrieben hat. 

So, aber jetzt zu dem was heute passiert ist. Und noch einmal, ich werde alles so aufschreiben, wie es passiert ist. Einfach deshalb, um aufzuzeigen, in welcher Art und Weise die wichtigsten Botschaften bei mir aufschlagen!

Vormittags saß ich heute an meinem Computer und habe gearbeitet. Normal gearbeitet. Weder geladen wegen irgendetwas "Negativem", noch besonders euphorisch wegen den derzeitigen "Ich lächle mit meinem ganzen Körper, sogar mit meiner Leber" Grundeinstellung. Einfach konzentriert gearbeitet. Und zwar habe ich per E-Mail Auskunftsersuchen von Polizeibeanmten beantwortet. Routine. Das mache ich hauptsächlich in meinem JOb. 
Heute war es der Nachname eines Polizisten, der mich ganz unvermittelt in die Vergangenheit zurück transportierte. Ganz normal für eine Hochsensible Person. Das "Haupt-Gehirn" ist konzentriert bei der Arbeit, doch andere Ressourcen stöbern in der großen Kiste der Erinnerung und schlagen Wellen. Ich möchte hier keine Namen nennen. Es sei nur gesagt, dass der Name des Polizisten eigentlich überhaupt nichts mit dem Namen der Person gemeinsam hat, an die ich sofort denken musste: Eine sehr wichtige Person aus meiner frühen Teenagerzeit. Vermutlich meine erste "richtige" Liebe. 
Für eine Weile genoss ich den Gadanken und die Erinnerungen an diesen jungen Mann. Dann schrieb ich seinen Namen in die Google Suche. Warum weiß ich eigentlich gar nicht. Ich kenne sein Facebook Profil. Ich kann mir aktuelle Bilder also anschauen, wann immer ich will. Es ist nicht so, dass ich ihn komplett aus den Augen verloren hätte. Vor ca. 15 Jahren schrieb ich ihm sogar einmal eine Nachricht auf Facebook und er antwortete. Er ist nicht verschwunden, nur halt nicht mehr Teil meines Lebens. Dennoch schrieb ich seinen Namen in die Google Suche und fand ein Bild von ihm. Während ich in seine warmen, freundlichen Augen schaute, begab ich mich plötzlich auf eine mentale Zeitreise und durchlebte das damals Geschehene noch einmal.
Der größte Segen für eine Hochsensible Person!
Ich kann praktisch immer und überall in bereits Erlebtes noch einmal eintauchen und alles noch einmal so erleben, genau so, wie es damals geschehen ist.
Und hier schreibe ich bewusst nur noch vom Segen. Denn Fluch ist es schon lange nicht mehr. Manchmal muss man eben auch noch einmal durch die tiefschwarzen Erlebnisse der Vergangenheit, um - mit genügend Abstand und aus sicherer Entfernung - die traumatischen Begebenheiten noch einmal zu spüren. So verlieren sie langsam aber sicher den Schrecken oder man kann gewisse Aspekte, die Teil des Traumas waren, ausbügeln, weil man sie nun aus dem Blickwinkel des Erwachsenen betrachtet.
...
Und manchmal kommen diese Begebenheiten zum richtigen Zeitpunkt noch einmal hoch, weil man gerade in der richtigen Verfassung ist, etwas bis jetzt noch nicht Erkanntes darin zu entdecken.
Das wusste ich aber heute erstmal gar nicht. Erstmal erinnerte ich mich einfach nur an diese Zeit zurück. 

Ich war damals 13 oder 14 Jahre alt. In der Gemeinschaft der Dorfjugend gehörte ich zu den Jüngsten. Eigentlich noch mehr KInd als Teenager. Und schüchtern war ich. NIcht auf den Mund gefallen, das nicht. Aber mit dem anderen Geschlecht hatte ich bis dahin fast noch keine Kontakte geschlossen. Wie es sich deshalb zutragen konnte, dass einer der beliebtesten, noch dazu einige Jahre älterer, coole und süsse Junge aus einer Nachbargemeinde sich für dieses 14-jährige, naive Mädchen interessierte, weiß ich leider nicht mehr. Viele der interessanten Details wurden leider nicht auf meiner Festplatte gespeichert! Ich weiß nicht, was er damals in mir gesehen hatte, ich weiß nicht einmal, ob und wie sehr er in mich verliebt war. Ich weiß nur, dass er mich ganz toll behandelte, dass er sehr sanft mit mir umging und ich mein Glück eigentlich gar nicht fassen konnte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie toll es war, in dieser Gemeinschaft als Pärchen aufzutreten. Und geküsst haben wir uns! Hallelujah!
Nur geküsst, wohl gemerkt. 
Und das rechne ich ihm bis heute noch extrem hoch an. Er war damals schon in einem Alter, in dem ein junger Mann bereits andere Bedürfnisse gehabt hätte, als nur unschuldig herumzuschmusen. Doch ich kann mich an keinen MOment erinnern, wo er weiter gegangen wäre, als ich das hätte haben wollen. Und das war, als ich 14 Jahre alt war, nicht besonders weit ... !
Leider kann ich mich nicht einmal mehr daran erinnern, wie lange dieses Glück angedauert hat. 
Dafür kann ich mich noch genau an das Ende erinnern ...
Und durch dieses Ende ging ich heute mit all meinen Sinnen!

Es war Sommer, Ferien, unendliche Tage voller Nichts-Tun. Wir verbrachten mit einer Gruppe Freunden einen lustigen Tag am Badesee. Ich war da, er war da. Er war bei mir und ich war im siebten HImmel. 
Als ich abends nach Hause kam, empfing mich ein vor Wut schäumender Vater. 
Meine damals bereits erwachsene Schwester hatte uns turtelnd am Badesee gesehen und, weil sie ob meiner schwerkranken Mutter die Pflicht übernommen hatte, mich zu erziehen, hatte sie meinem Vater erzählt, was das kleine 14-jährige Mädchen so treibt. 
Mein Vater wäre am liebsten mit einer Axt losgezogen und hätte gerne den lüsternen jungen Mann ermordet. So tobte er. Zwei glückliche Umstände hielten ihn jedoch davon ab: offensichtlich hatte meine Schwester in weiser Voraussicht nicht verraten, wer der junge Mann war, und mein Vater war eigentlich eine viel zu gute Seele, um irgendjemanden vorsätzlich weh zu tun, geschweige denn zu erschlagen. Also tobte er, bis er Schaum vor dem Mund hatte und bestrafte stattdessen seine 14-jährige Tochter:
Ein Monat Hausarrest. Keiner meiner Freunde durfte mich besuchen!
Danach wurde nie wieder über diesen Vorfall gesprochen.
Dieser MOnat alleine zuhause war die Hölle. Überstanden habe ich die Zeit wohl nur, weil sich meine beste Freundin in regelmäßigen Abständen durch eine Hintertür im Dachboden zu mir hereinschlich, mir Kuchen brachte, den ihre Mutter für die unglückliche Gefangene gebacken hatte, und mir ein paar Nachrichten aus der Außenwelt brachte.
Noch schlimmer war allerdings das unerträgliche Schamgefühl, das ich empfand, als ich mich nach diesem Monat Gefangenschaft wieder im Ort blicken lassen musste. Alle im Kreis der Dorfjugend wusste natürlich, was passiert war und warum ich so lange nicht zu den Treffen gekommen war. 
 
Doch das Herz ist mir erst gebrochen, als ich besagten jungen Mann zum ersten Mal mit einem anderen Mädchen gesehen habe!

Ich glaube, verstanden habe ich ihn schon damals. In dem Alter, er muss damals 18 oder 19 Jahre alt gewesen sein, wartet man keinen MOnat lang auf eine 14-Jährige, mit der man ein paar Mal unschuldig herumgeschmust hatte. Schon gar nicht auf eine 14-Jährige mit einem mordlüsternen Vater und einer gemeinen Gouvernanten-Schwester. Ich hegte keinen Groll gegen ihn. Ich schämte mich nur fürchterlich für alles, was passiert war, und trauerte um das, was ich nun nicht mehr mit ihm erleben durfte. 

Wie schwer diese Zeit damals für mich gewesen sein musste, erkenne ich daran, weil viele wichtige und interessante Details einfach von meiner Festplatte gelöscht wurden. Ein Schutzmechanismus einer traumatisierten Seele, mit dem zum Glück auch eine Hochsensible Person gesegnet ist.

Ich weiß nur noch, dass ich ihn noch für eine Weile mit dieser neuen Freundin "ertragen" musste, ohne jemals die Chance bekommen zu haben, selbst mit ihm zu reden. Nein falsch, ich hatte diese Chance ganz bestimmt nicht gesucht. Schüchtern und voller Scham ging ich ihm bestimmt so gut wie möglich aus dem Weg. 
Nach einer Weile verließ er unsere Dorfgemeinschaft.   

Bis zum heutigen Tag, immer wenn ich diese tragische Liebesgeschichte wieder einmal durchlebe, stand dieser junge Mann und meine Verliebtheit im Vordergrund des Wiedererlebens. Die Scham und der Schmerz überschatteten natürlich immer die guten Gefühle, doch was ich bis dato nie genauer betrachtet hatte, war das Verhalten meiner Familie.
Dieser sehr wesentliche Faktor kam heute zum ersten Mal und mit voller Wucht zum Vorschein ... es traf mich wie ein Faustschlag in die Magengrube!
Ich bin froh, dass ich alleine zuhause an meinem Küchentisch arbeitete, weil so keiner meinen tiefen Schmerz und meine bitteren Tränen sehen konnte!

Hätte meine Schwester aus beschützenden Motiven gehandelt, hätte sie zu mir kommen müssen, mir selbst vielleicht die Leviten lesen sollen. Was sie meinem Vater erzählt hatte und warum sie das getan hatte, erfahre ich in diesem Leben nicht mehr. 
Meinem Vater gebe ich keine Schuld. Er handelte, wie ein Vater einer 14-jährigen Tochter in so einer Situation handelt. Er wusste ganz bestimmt nicht, wie er mit dieser Situation anders umgehen hätte sollen.
Gesprochen wurde bei uns zuhause nach dem Tag des Hausarrest-Schuldspruches nie wieder über die Sache. Leider etwas ganz Typisches in meinem Elternhaus: es wurde gehandelt, es wurde traumatisiert ... und dann wurde man damit für immer und ewig alleine damit gelassen. Deckmantel drüber. Nur ja nicht mehr aufkommen lassen. 
Noch eine neue Erkenntnis, die mich heute extrem schmerzhaft traf:
Wie bereits erwähnt, hatte mich gerade dieser junge Mann 100%ig ehrenhaft behandelt! Ein erster Freund, wie man ihn sich als 14-Jährige eigentlich nur wünschen konnte. NIe unter Druck gesetzt, nie zu etwas gezwungen ... DAS hat mein Vater oder meine Schwester aber NIE erfahren, weil sie mich danach zu keinem Zeitpunkt gefragt hatten!
Und dann noch eine weitere Erkenntnis, die mir heute fast den BOden unter den Füßen weggezogen hätte: 
Als ich damals glücklich war und - total unschuldig - eine wunderschöne erste LIebesgeschichte erleben durfte, griff meine Familie ein, weil sie es offenbar für ihre Pflicht hielt.
Wo war diese pflichtbewusste Familie aber, als die wirklich grausamen Dinge passierten, vor denen sie mich beschützen hätten müssen???????

Das alles hat heute ein gelesener Nachname eines Polizisten in meiner Arbeitszeit, während ich E-Mails bearbeitete, in mir losgetreten. Ein Name in einer Signatur in einer von vielen E-Mails, der nicht einmal ansatzweise mit dem Namen meines ersten Freundes übereinstimmt.

Und ich bin unheimlich dankbar dafür!

Ein großer Brocken, von dem ich nicht einmal wusste, dass und wie sehr er auf meine Seele gedrückt hatte, konnte dadurch entfernt werden. Ich habe diesen Schmerz ob der erfahrenen Ungerechtigkeit mental hinausgeschrieen und kann ihn jetzt loslassen. Er kommt vielleicht noch ein paar Mal zurück, doch er hat die Macht über mich verloren.   

Wenn die Zeit reif ist, dürfen Traumen geheilt werden, die geheilt werden müssen. Dazu müssen sie noch einmal mit der ganzen Tragweite an Schmerz und Trauer durchlebt werden. Ja, es kommt sogar noch mehr Schmerz oben drauf, weil man plötzlich bereit ist, auch die Faktoren zu sehen, die man bis dahin, um sich selbst zu schützen, weggepackt und ganz tief vergraben hat. 
Ich lasse mich mittlerweile ganz bewusst auf diese heilenden Zeitreisen ein, obwohl ich weiß, welch tiefer Schmerz mich erwartet. Doch danach ist man ein großes Stück freier ...

Nachdem der tiefe Schmerz abgeklungen war, öffnete ich noch einmal die Google Suche und schaute noch einmal ganz bewusst in die lieben, freundlichen, sanften Augen meines ersten richtigen Freundes. Am liebsten hätte ich in diesem Moment den Facebook Messenger geöffnet, um ihm eine Nachricht zu schreiben:
"Hallo, ich bins. Erinnerst du dich noch an mich? Ich möchte mich heute aus vollstem Herzen bei dir bedanken, dafür wie lieb du damals zu mir warst! Du warst der beste erste Freund, den sich ein junges Mädel nur wünschen kann. Es tut mir leid, dass meine Famile das nicht gewusst hat. Du warst und wirst immer einen ganz besonderen PLatz in meinem Herzen haben!"

Natürlich habe ich diese Nachricht nicht geschrieben. 
Er ist, soweit ich weiß, ein glücklich verheirateter Familenvater. ... Aber ich habe dem Universum nachdrücklich mitgeteilt, dass ich mich sehr über eine Gelegenheit freuen würde, ihm irgendwann noch einmal sagen zu dürfen, was er mir seit fast 40 Jahren bedeutet! 

Heute durfte ich einen wichtigen Schritt in meine glücklichere, unbeschwerte Zukunft gehen!
Heute hat sich ein weiterer bedrückenderBrocken von meiner Seele lösen dürfen! 
Heute haben sich Scham, Schmerz und Schuldgefühle verabschiedet, die ich eigentlich gar nicht haben hätte dürfen, weil ich dafür nicht verantwortlich war! - Das wohl schönste Geschenk dieser heilenden Erfahrung.

Und für den Abschluss dieses ersten, extrem ehrlichen Blogs ... UND für diesen sehr intensiv emotionalen Tag ... habe ich mir eine Belohnung verdient ...
Ich darf jetzt noch einen meiner glücklichsten Momente meines Lebens aufschreiben!

Einige Jahre nach diesem dramatischen Ende meiner ersten richtigen Liebesgeschichte, ich war damals Wohl 17 oder 18 Jahre alt,  half ich auf dem Sportlerfest in meiner Heimatgemeinde. 
Plötzlich stand genau dieser junge Mann vor mir und lud mich auf ein Getränk in die Bar ein!
Ich weiß leider nicht mehr, worüber wir genau gesprochen haben. Wieder etwas, das meine Festplatte nicht verarbeiten konnte. Dieses Mal aber wegen unbändiger Freude und weil ich nicht fassen konnte, was da gerade geschah.
Doch an einen Teil dieses Treffens kann ich mich so genau erinnern, als wäre es gestern erst passiert. Ich weiß ganz genau, wo ich gestanden habe. Ich weiß ganz genau, wo er gestanden hat. Ich kann genau die HÖhe seiner Augen bestimmen ... als er zu mir sagte::
"Wenn das damals nicht so blöd zu Ende gegangen wäre, wären wir vielleicht heute noch zusammen."

Wie ich darauf reagiert habe oder was danach geschehen ist, weiß ich nicht mehr. Aber es war bestimmt wieder ganz unschuldig. Wir haben uns wohl noch eine Weile unterhalten, unsere Getränke ausgetrunken und uns danach verabschiedet. Er war damals bereits mit jener Freundin zusammen, mit der er heute noch glücklich verheiratet ist. Und auch für mich lag unsere Geschichte schon lange genug zurück, um mir deshalb keine falschen HOffnungen mehr zu machen.

Doch dieser Satz war das schönste Geschenk, das er mir machen konnte!
Nicht nur konnten wir nach all den Jahren endlich wieder normal miteinander reden. Nein, er hat mir damit zu verstehen gegeben, dass ihm dieses schüchterne, naive 14-jährige Mädchen damals tatsächlich etwas bedeutet hatte!
Balsam für meine geschundene Teenager-Seele!
Ein ganz besonderer Schatz, den ich ewig in meinem Herzen aufbewahren werde!

Und ich empfinde tiefste Dankbarkeit dafür, dass ich, die Hochsensible, die gerade durch diese HOchsensibilität so viel Schmerz ertragen musste, sich diesen magischen MOment jederzeit und mit allen Sinnen abrufen und noch einmal durchleben kann!

VIELEN DANK, UNIVERSUM!
PILAMAYAYE WAKAN TANKA 

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