Eine Schachtel Pralinen
„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie was man kriegt." – Forrest Gump.
Und genau aus diesem Grund habe ich gestern Abend, nach einem Spaziergang ans Meer, entschieden, dass ich den 10 Euro Schein, den ich eingesteckt hatte, in eine Box Pralinen investiere. Ganz spontan war dadurch ein herrliches Silvester-Ritual geboren!
"Ich wünsche Euch ein süsses Jahr 2023. Mögen alle Pralinen eure Lieblingsfüllung enthalten!"
Die Box habe ich neben meiner Eingangstür platziert, damit ich mir auch unterm Jahr ab uns zu einmal eine Schachtel Pralinenen gönne werde ...
Gerade sitze ich jedoch mit einer heißen Schokolade auf der Couch und möchte versuchen den heutigen Tag festzuhalten.
Es ist der Abend des 1. Januar 2023.
Der Jahreswechsel verlief sehr entspannt. Die gewohnte Aufregung ob des bevorstehenden Neuanfangs konnte sich dieses Silverster nicht einstellen, da ich den eigentlichen Neuanfand schon vor einigen Wochen eingeleitet hatte.
Mein Rückzug im November und mein Loslassen von allem, was nicht (mehr) zu mir gehört, war der absolut richtige Impuls. Dazu bekomme ich auch immer noch ständig die Nachrichten des Universums herein:
"Es ist völlig okay alleine zu sein. Du hast dir für dieses Leben eine sehr intensive Reise ausgesucht. Du möchtest so viel wie möglich lernen und heilen. Das musst du zum größten Teil alleine tun. KOnzentriere dich auf dich und deinen persönlichen Wachstum."
Es ist nun ein paar Tage her, dass ich Nachts einmal wach wurde und sich ein unheimlch schönes Gefühl in mir breit machte. Ich bin angekommen. Ich fühle mich wohl in meiner Haut. Ich brauche keine "Ersatzbefriedigung" mehr. Ich brauche kein Junkfood mehr, möchte ab sofort nur noch meinen Körper und meine Seele bestmöglichst ernähren. Ich brauche keine Bestätigung von außen mehr, weil ich endlich weiß, wer ich bin und was mich ausmacht. Ich muss deshalb nicht an Menschen festhalten, die mich anscheinend nicht so akzeptieren können, wie ich nun einmal bin.
Dieses Gefühl war und ist toll!
Und vor allem - es fühlt sich richtig an.
Mit dieser neuen Zufriedenheit habe ich die Weihnachtsfeiertage hinter mich gebracht und weil, wie bereits erwähnt, auch für den Jahreswechsel keine großen Vorbereitungen mehr anstanden, konnte ich ganz entspannt meinen letzten Arbeitstag zu Ende bringen und den Abend mit einem Spaziergang ans Meer und einem selbst gekochten Abendessen ausklingen lassen.
Auch den heutigen ersten Arbeitstag des Neuen Jahres habe ich unheimlich entspannt gemeistert. Dabei war mir die ganze Zeit bewusst, wie ich ab sofort meine Arbeitstage angehen möchte: konzentriert auf meine Aufgaben, meine Energie dort einsetzen, wo es etwas bringt, und mich ansonsten raushalten. Während meiner Schicht ertappte ich mich heute ständig dabei, wie ich vor mich hinlächelte. Es ist so viel angenehmer sich auf das zu konzentrieren, was man gut und gerne macht. Für alles andere sind andere da ...
"Lächle mit deinem ganzen Körper, sogar mit deiner Leber"
Ein Satz, der uns aus "Eat Pray Love" in Erinnerung geblieben ist.
Mit dieser entspannten, wohligen Vormittagsstimmung und dem inneren Lächeln kam dieses herrliche Gefühl ganz von Liebe erfüllt zu sein.
...
Und dann stand da plötzlich ein Elefant im Raum!
Dieser Rückzug, der mir momentan so gut tut, muss noch um ein weiteres Gebiet ausgedehnt werden:
Ich werde jetzt sofort meinen Herzenswunsch, den idealen Lebenspartner zu finden, loslassen.
Dieser mächtige Gedanke überrollte mich wie eine Straßenwalze. Und dieser Gedanke tat unheimlich weh ...
Und doch war mir sofort klar, diese Entscheidung ist die richtige. Es gibt einen guten Grund dafür, warum ich in meinem Leben eigentlich nur eine wirklich ernstzunehmende Beziehung hatte, die tatsächlich auf gegenseitige Zuneigung basierte. Es gibt auch einen guten Grund, warum es mir nicht gelingt, den Traumpartner für mein Leben zu manifestieren.
Andere Herzenswünsche konnte ich greifbar machen und mich in sie hineinspüren. Beim Versuch, mir eine liebevolle Beziehung mit dem für mich perfekten Mann vorzustellen, schleicht sich immer wieder das kleine Teufelchen ein, das auf meiner Schulter sitzt und mir ins Ohr flüstert: "In diesem Leben geht sich das leider nicht mehr aus."
Meine Energetikerin sagte mir damals, das wäre das Schlimmste, was ich machen könne! Damit würde ich mir selbst im Weg stehen. Mit dieser "Negativ-Botschaft" würde ich genau das manifestieren. Eben, dass sich der Traumpartner in diesem Leben nicht mehr ausgeht.
Macht Sinn. Ist mir durchaus bewusst. Was soll ich aber tun, wenn dieser Gedanke nun einmal Sinn ergibt? Ich kann mich doch nicht selbst belügen. Wenn ich es für dieses Leben nicht mehr spüre, hilft mir doch kein noch so positiver Gedanke, um Mr. Right in mein Leben zu ziehen, oder?
Auf der anderen Seite war und ist halt meine größte selbst auferlegte Lebensaufgabe die Wahre Liebe zu finden ...
Doch auch dafür habe ich schließlich schon die richtigen Informationen erhalten:
Die Wahre Liebe ist dieses große Gefühl, das ich in mir spüre. Das, was ich in die Welt hinausstrahlen möchte. Und nicht nur in die Welt hinaus, sondern auch in mich selbst hinein. Selbstliebe ist ein unheimlich wichtiger Anteil am Lebensglück.
Die Wahre Liebe ist dieses große Gefühl, das ich in mir spüre. Das, was ich in die Welt hinausstrahlen möchte. Und nicht nur in die Welt hinaus, sondern auch in mich selbst hinein. Selbstliebe ist ein unheimlich wichtiger Anteil am Lebensglück.
Und jetzt kommt eben heute dieser Blitzgedanke daher, ich muss und möchte meinen Wunsch nach dem idealen Lebenspartner loslassen.
Jedes Mal, wenn ich mir diesen Gedanken wieder heraufbeschwöre, schießen mir sofort die Tränen in die Augen.
Es tut weh. Verdammt weh.
Ich muss und werde mich von etwas verabschieden, das eigentlich mein Leben bestimmt hat. Dieser sehnsüchtige Wunsch nach jemand Besonderem, der mich ganz fest im Arm hält, mich liebt wie ich bin und ohne mich nicht mehr leben möchte, war immer da. Heute habe ich verstanden, dass die MOtivation dieses Herzenzwunsches niemals richtig war. Er wurde aus BRAUCHEN genährt, nicht aus WOLLEN.
Dieser besondere Mensch hätte mich vorbehaltslos lieben müssen, ... weil ich das selbst nicht kann.
Und weil eben die Wahre Liebe mein höchstes Ziel überhaupt ist, konnte ich diesen - falsch motivierten - Traumpartner nicht in mein Leben ziehen. Es gab ein paar Lehrer, ja. Doch mein Seelenpartner konnte mir noch nicht über den Weg laufen, weil ich ihn viel zu sehr gebraucht hätte, anstatt ihn "nur" zu wollen.
So schmerzhaft dieser Drang nach Loslassen auch ist, ich empfinde neben der tiefen Traurigkeit auch eine enorme Erleichterung.
Warum?
Weil dieser Herzenswunsch ständig wie ein Damoklesschwert über mir gehangen hat!
Weil dieser Herzenswunsch ständig wie ein Damoklesschwert über mir gehangen hat!
Und es ging so viel Energie in diesem Herzenswunsch auf!
Ständig versuchen für den magischen Moment des Kennenlernens vorbereitet zu sein. Ausschau halten nach Ihm - überall und immer. Raus zu finden, wie er sein soll und wie er nicht sein soll. MIr über alles bewusst Gedanken zu machen, ohne das Ganze nicht zu zerdenken. Darauf fokusiert zu sein, ohne es krampfhaft werden zu lassen. Und mir eben einreden, dass dieses Gefühl, es geht sich in diesem Leben nicht mehr aus, nicht stimmt, während ich mich aber beim besten Willen in keine liebevolle Beziehung hineinspüren kann.
Heute lasse ich diesen Herzenswunsch vom idealen Lebenspartner ganz bewusst los. Schweren Herzens, doch mit voller Absicht, weil es sich richtig anfühlt.
Ich vertraue darauf, dass alles passiert wann und wie es passieren soll.
„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie was man kriegt." – Forrest Gump.
Der Mut etwas so Großes gehen zu lassen, schafft Platz und Raum.
Ich bin gespannt, wohin mich diese Entscheidung bringen wird.
Ich bin gespannt, was das Neue Jahr 2023 für mich bereit halten wird.
Vielen Dank, liebes Universum, für die ständigen Impulse und Hinweise!
Pilamayaye Wakan Tanka!
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