Meine Sternschnuppen-Theorie
Der 14. Dezember 2022 geht in meine Geschichte ein!
Dabei dachte ich noch, es würde ein total vergeudeter Tag werden.
Warum?
Weil ich es letzte Nacht echt übertrieben habe mit dem Anschauen von Online-Videos! Ich traue mich fast nicht aufschreiben, wann ich ins Bett gegangen bin! Nur so viel: es wurde bereits hell draußen ...
Dafür, dachte ich noch, stelle ich mir den Wecker auf 11 Uhr, um zumindest nicht so viel vom Tag zu versäumen. Schlafen konnte ich schließlich wieder in der nächsten Nacht, oder?
Den Wecker hab ich mir gestellt, aufgestanden bin ich nicht!
Bin wieder tief und fest eingeschlafen und hab danach den Tag schon mal "abgschrieben" bevor ich überhaupt aufgestanden war. Aber ... irgendwann wusste ich, wie der Rest meines Tages ausschauen sollte. Nämlich den Blog von gestern fertig schreiben, alles Neue verarbeiten, was das tolle Gespräch mit meiner Freundin in mir losgetreten hat, und diese neuen großen Gefühle zu genießen.
Abends, das meiste war bereits erledigt, ging ich am Hafen von Ta Xbiex entlang ... und sah am Himmel eine Sternschnuppe!
"Der perfekte Abschluss für einen wichtigen Tag", dachte ich mir noch und wie magisch die Sternschnuppen sind. Was man dann, oder zumindest ich, als nächstes tut, ist einfach nur blöd: man bleibt stehen und sucht den Himmel ab, weil man noch mehr Sternschnuppen sehen will.
Blöd! Sehr blöd!
Warum macht man das?
Diese aufgeworfene Frage war Grundstein für eine Theorie, die sich in Sekunden in mir aufgetan hat und die ich sofort als richtig und wertvoll empfunden habe.
Grund genug, um meine Sternschnuppen-Theorie hier zu teilen ...
Für mich sind Sternschnuppen etwas ganz Besonderes. Sie haben natürlich schon diesen magischen und romantischen Ruf vorweg ... und dennoch ist es dieses aufgeregte Gefühl in meiner Magengrube, das so einen Moment immer extra besonders für mich macht. Ich liebe auch die Tatsache wirklich nur höchstens eine oder zwei pro Jahr zu sehen.
So bleibt es einfach etwas ganz Besonders.
Wenn ich nun eine Sternschnuppe sehe, macht sich in der Sekunde ein enomes Glücksgefühl in mir breit. Ohne nachzudenken, total instinktiv weiß ich, ich muss mir etwas wünschen. Das ist DER passende MOment dafür!
Heute, und das kann ich hier ganz offen aufschreiben, denn es war kein Wunsch, der nicht in Erfüllung gehen kann wenn ich ihn ausspreche, dachte ich:
"Ich liebe mein Leben!"
Heute, und das kann ich hier ganz offen aufschreiben, denn es war kein Wunsch, der nicht in Erfüllung gehen kann wenn ich ihn ausspreche, dachte ich:
"Ich liebe mein Leben!"
Und hier ist nun meine abgeleitete Theorie:
Sternschnuppen, so besonders sie sind, erscheinen für ungefähr 3 -5 Sekunden am Nachthimmel. Und, für mich ein ungeschriebenes Gesetz, man sieht sie nur, wenn man überhaupt nicht damit rechnet.
Man kann sich nicht hinstellen und sagen: "So, da sind gerade so viele Sterne am Himmel. Ich möchte jetzt eine Sternschnuppe sehen." Okay, man kann sich hinstellen und das sagen. Man kann auch darauf warten. Doch bei mir funktioniert das nie. Vielleicht gibt es einmal einen Glückstreffer, wenn man lange genug wartet, aber den hatte ich, glaube ich, noch nie.
Dann ist es tatsächlich so, dass dieser magische Moment, der so ein enormes Glücksgefühl in uns auslöst, in Sekunden wieder vorbei ist und sich wahrscheinlich nicht wiederholen lässt.
Doch das ist genau das Magische!
Nicht steuerbar, nicht kontrollierbar, ein flüchtiger Moment, der nichts kostet und uns doch glücklich macht.
Jetzt ist es aber auch so, dass in Wahrheit dieser flüchtige Moment alles andere ist als ein flüchtiger Moment im Universum. Ich weiß es zwar nicht genau, aber ich glaube mit einer Sternschnuppe verlischt ein Stern, der wohl Millionen Jahre existiert hatte.
Den ersten Impuls, die wahre Erklärung für Sternschnuppen zu googeln, unterdrücke ich ohne große Anstrengung. Es ist nicht wichtig genau zu wissen, was die Ursache für sie ist!
Und genau das alles sollte man aufs Leben ummünzen:
Die magischen Momente genießen. PUNKT!
Nicht alles hinterfragen, nicht für alles eine Erklärung brauchen - es soll einem einfach nur bewusst sein, dass es in Wahrheit ewas ganz Großes ist und das als solches auch ehren.
Dankbar sein für dieses Glücksgefühl und noch viel dankbarer dafür sein, dass eine solche "Kleinigkeit" einem derart spontan glücklich machen kann.
Nicht auf Mehr zu hoffen und vor allem nicht darauf zu warten.
Der magische Augenblick in dem die Sternschnuppe vom Himmel fiel, ist so ein großartiges Ereignis. Warum wollen und brauchen wir immer mehr davon? Schätzen wir doch das, was wir haben. Seien wir uns doch bewusst, wie viele außergewöhnliche Momente wir erleben dürfen. Machen wir die Augen auf und wundern wir uns über jedes Wunder - so wie es die Kinder machen!
Von den Kleinkindern könnten wir eine Menge lernen. Und ich darf hier - mit Stolz - sagen, dass ich mir sehr viel von diesem Kleinkind-Verhalten bewahrt habe. Diese große Freude empfinden, sich in dem Moment einfach nur über das Wunder freuen und dieses großartige Gefühl so lange wie möglich nachhallen lassen.
Das gilt natürlich nicht nur für Sternschnuppen. Es gibt in unserem täglichen Leben so viele Glücksmomente, die scheinbar zu flüchtig sind, um sie groß zu feiern. Doch ob wir sie feiern und wie wir sie wahrnehmen liegt immer in unserer Hand. Wir entscheiden uns dafür, was wir daraus machen.
Lasst uns mehr Sternschnuppen-Momenten haben!
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